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Onkologisches Zentrum Ortenau erneut durch europäische Fachgesellschaft ausgezeichnet

Hohe Qualitätsstandards und enge Verzahnung zwischen Onkologie und Palliativmedizin anerkannt

Freuen sich über die erneute Auszeichnung durch die Europäische Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO): Dr. Jochen Rentschler (l.) und Dr. Angela Nieder auf der Palliativstation des Ortenau Klinikums in Offenburg, St. Josefsklinik. © Ortenau Klinikum

Offenburg/ Lahr 26. Februar 2020 - Das Onkologische Zentrum Ortenau (OZO) behandelt und betreut Krebspatienten auf der Grundlage hoher, internationaler Qualitätsstandards. Zu diesem Ergebnis kommt die Europäische Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO), die das OZO nach 2016 kürzlich zum zweiten Mal als „Integriertes Zentrum für Onkologie und Palliativmedizin“ ausgezeichnet hat. „Die erneute Anerkennung durch die europäische Fachgesellschaft unterstreicht die kontinuierliche Weiterentwicklung der hohen Behandlungsqualität in unserem Zentrum“, freuen sich die beiden palliativmedizinisch verantwortlichen Ärzte Dr. Jochen Rentschler, Leitender Oberarzt an der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin am Ortenau Klinikum in Offenburg, und Dr. Angela Nieder, Oberärztin am Ortenau Klinikum in Lahr. Die ESMO zeichnet dabei vor allem die enge Verzahnung zwischen Onkologie und Palliativmedizin an den beiden Ortenau Kliniken aus, die fachlich und personell im OZO seit dem vergangenen Jahr noch enger zusammenarbeiten.

Die Abteilungen beider Häuser wurden 2019 unter der Leitung von Privatdozent Dr. Carsten Schwänen in der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin organisatorisch zusammengeführt. Sowohl in Offenburg als auch in Lahr werden Patienten onkologisch und palliativmedizinisch betreut. An beiden Häusern steht dafür jeweils eine Palliativstation mit einem speziell geschulten interdisziplinären Team zur Verfügung. Auch Patienten, die außerhalb der Palliativstationen behandelt werden, können palliativmedizinisch mitbetreut werden. 2019 nahmen weit über 300 Patienten eine palliativmedizinische Versorgung in Anspruch.

In besonderem Maße berücksichtigt die ESMO-Auszeichnung auch die umfangreiche ambulante Versorgung von Palliativpatienten in der Ortenau. Die sogenannte Spezielle Ambulante Palliativversorgung (SAPV) wird durch das Palliativ-Team Ortenau gewährleistet. In ihm arbeiten Palliativpflegekräfte und Palliativärzte zusammen, die frühzeitig den häuslichen Betreuungs- und Behandlungsbedarf ermitteln, Patienten und Angehörige schon in der Klinik oder zu Hause beraten und symptombezogene Therapien wie beispielsweise Schmerztherapie im häuslichen Umfeld durchführen. „Diese Struktur ermöglicht es uns, den Patienten jederzeit bei Bedarf zur Seite zu stehen“, so Dr. Rentschler.

Überzeugt hat die ESMO-Gutachter zudem die Mitarbeit des OZO im Kompetenzzentrum Palliative Care Baden-Württemberg, einem Verbund der von fünf medizinischen Universitäts-Fakultäten in Baden-Württemberg. „Der Zusammenschluss möchte auf die steigende Bedeutung der Palliativmedizin als Disziplin aufmerksam machen“, erklärt Dr. Rentschler. Außerdem fördere der Verbund die klinische, patientenorientierte Forschung im Bereich der Palliativversorgung. „Das erleichtert uns die Teilnahme an klinischen Studien, die unseren Patienten stets die individuell bestmögliche Therapie gewährleisten.“