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Für Patienten Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppen

Für Krebspatienten können Selbsthilfegruppen eine wichtige Stütze sein. Sie bieten die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und in einem vertrauensvollen Umfeld über Probleme oder Fragen zu sprechen. Unter anderem im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Leben Krebs Leben" Arbeitet das Onkologische Zentrum Ortenau daher eng mit Selbsthilfegruppen zusammen. Auf dieser Seite möchten wir Ihnen einige davon exemplarisch vorstellen. 

Weitere Interviews mit verschiedenen Selbsthilfegruppen und Experten zu diversen Themen finden Sie in der Ortenau Gesundheitswelt

In der Selbsthilfegruppe „Frauen mit Krebs“ Gruppe Offenburg können Betroffene im geschützten Kreis Erfahrungen und nützliche Informationen austauschen. Die Gruppe organisiert zudem eine Vielzahl an Veranstaltungen und Vorträgen, wie Christa Vollmer, Ansprechpartnerin der Selbsthilfegruppe, im Gespräch erklärt.


Warum gibt es eine Selbsthilfegruppe speziell für Frauen mit Krebs?

Die Gruppe, die seit fast 30 Jahren besteht, bietet die Möglichkeit, mit Gleichbetroffenen Erfahrungen und Infos auszutauschen. Bei den monatlichen Treffen unserer Selbsthilfegruppe sind regelmäßig zwischen 30 und 40 Frauen anwesend. Wir sind eine autonome Gruppe, die von einem neunköpfigen Leitungsteam geführt wird. Gemeinsam raus aus dem schwarzen Loch kommen und darüber sprechen, hilft enorm. Gemeinsam gehen wir die Angst an – so entdecken viele Betroffene, insbesondere Neubetroffene, das Leben wieder. Mehr Wissen hilft viel – darum treffen wir uns.


Wie läuft ein Treffen Ihrer Gruppe in der Regel ab? 

Wir treffen uns mindestens einmal monatlich in einem vom Ortenau Klinikum in Offenburg St. Josefsklinik zur Verfügung gestellten Raum. Es finden Fachvorträge, Gesprächsabende, Kochen im Ernährungszentrum und Besichtigungen statt. Aber auch die Teilnahme an Modenschauen, die zweimal jährlich vom Sanitätshaus Caroli aus Lahr veranstaltet werden, gehört bei uns dazu. Ein weiterer wichtiger Teil unserer Arbeit ist die Gestaltung des Gedenk-Gottesdienstes „Aktion Lucia“ (Raum geben zum Innehalten und Nachsinnen) in der Kapelle der St. Josefsklinik Offenburg in Zusammenarbeit mit den beiden Klinikseelsorgerinnen.

Weil uns besonders Gesundheitsthemen am Herzen liegen, werden zusätzlich entsprechende Referenten (Ärzte, Heilpraktiker, Physiotherapeuten und Psychologen) zu unserer Treffen eingeladen.


Welche Angebote bieten Sie über die Treffen in der Gruppe hinaus noch für Betroffene an? 

Unsere Gruppe nimmt neben den Treffen auch an Zertifizierungsaudits des Onkologischen Zentrums Ortenau (OZO) teil. Wir arbeiten gemeinsam mit dem OZO an der Erstellung des Programms „Leben Krebs Leben“. Darüber hinaus stellen wir Kontakte zu anderen Selbsthilfegruppen her. Sport nach der Krebserkrankung ist ein weiteres wichtiges Thema, das über die Treffen hinaus präsent ist. Der Selbsthilfetag, der von der Selbsthilfe-Kontaktstelle des Land-ratsamtes Ortenaukreis organisiert wird, und der Patienteninfotag der Feldscheune in Kehl sind zwei weitere Eckpfeiler unserer Arbeit. An diesen Veranstaltungen sind wir jeweils mit einem Infostand vertreten. Ebenso nehmen wir am Qualitätszirkel „Gesundes Kinzigtal“ teil.

 

Kontakt
Selbsthilfegruppe „Frauen mit Krebs“ Gruppe Offenburg
Alemannenstr. 29
77767 Appenweier
Tel. 07854 77834 oder 07803 928094
E-Mail: selbsthilfefmk@t-online.de 
www.selbsthilfe-ortenau.de 

„Für alle ist es sehr wichtig, das Gefühl zu haben hier ist jemand, der mir zuhört.“

Die Selbsthilfegruppe Männer mit Krebs im Ortenaukreis – Schwerpunkt Prostatakrebs e.V. begleitet Ihre Mitglieder von Anfang an. Im Interview erzählt Gruppenleiter Ludwig Zehnle, wie die Selbsthilfegruppe die Betroffenen unterstützt.


An wen richtet sich das Angebot der Selbsthilfegruppe?
 

Die Selbsthilfegruppe ist Anlaufstelle für alle direkt- und indirekt Betroffenen von Prostatakrebs.

Direkt Betroffene sind die Männer und indirekt Betroffenen sind die Ehefrauen, sowie weitere Familienangehörige. Für alle ist es sehr wichtig, das Gefühl zu haben hier ist jemand der mir zuhört. Denn in der Selbsthilfegruppe treffe ich Menschen, die genau das was mir jetzt zu gestoßen ist, selbst auch schon erlebt haben. Die den Schrecken der Angst überwunden haben.


Welche Themen sind für die Betroffenen besonders wichtig? 

Es ist selbstverständlich, dass jeder über sein derzeitiges Problem Hilfe erwartet und sie auch bekommt. Hilfe kann hier sein, Zuhören und Verständnis für die Situation jedes Einzelnen aufbringen, denn die Antwort des Arztes „Sie haben Krebs“  ist nicht Vergnügungssteuerpflichtig. Da gehen einem viele Fragen durch den Kopf. Wie geht es nach der Therapie für mich weiter? Kann ich wieder an meinem alten Arbeitsplatz arbeiten, meinem Sport nachgehen? Wie ist es mit Inkontinenz und Impotenz?


Wie können sich die Betroffenen die Treffen vorstellen?

Die Betroffenen kommen jeden ersten Montag im Monat zu den Gruppentreffen. Noch etwas schüchtern und scheu, skeptisch die anderen Gruppenmitglieder betrachtend, betreten die Neuen den Gruppenraum. Was erwartet mich jetzt? Es wird persönlich, gratuliert wird zu den Geburtstagen, berichtet über Krankenbesuche, und Informiert über gesellige Aktionen, wie kleine Wanderungen und Radtouren. Nach der ersten Scheu sind die Neuen bereit über ihre Probleme zu sprechen und bis zu 25 Gruppenmitglieder hören zu, berichten über ihre Therapie.  Jeder bekommt, in Absprache mit dem behandelnden Arzt, eine individuelle Therapie. Man kann die Therapien nicht untereinander vergleichen und darüber urteilen, welche die Beste ist. Das leben wir unserer Selbsthilfegruppe – wir unterstützen und begleiten. Und wenn der Neue am nächsten ersten Montag im Monat wieder zur Gruppensitzung kommt, dann wissen die Gruppenmitglieder, den haben wir erreicht, unsere Hilfe ist bei ihm angekommen.


Kontakt
Selbsthilfegruppe Männer mit Krebs im Ortenaukreis – Schwerpunkt Prostatakrebs e.V.
Ludwig Zehnle
E-Mail: ludwig.zehnle@t-online.de 
Tel. 07822 92 02

Die Selbsthilfegruppe Bauchspeicheldrüse richtet sich an Betroffene von Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen. Regina Hog berichtet im Interview über die Treffen der Gruppe. 


An wen richtet sich das Angebot Ihrer Selbsthilfegruppe?

Unsere Selbsthilfegruppe steht allen Betroffenen, die an einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse leiden, und ihren Angehörigen offen. 


Was möchten Sie mit der Selbsthilfegruppe bewirken? Welchen Mehrwert haben die Patienten von den Treffen in der Selbsthilfegruppe?

Wir möchten Betroffene und Angehörige in akuten und späteren Phasen von Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen unterstützen. Darum tauschen wir in unserer Gruppe Erfahrungen aus und hören Betroffenen zu. Wir geben Tipps zum Umgang mit der Erkrankung und möchten Mut machen.


Wie kann sich ein Betroffener, der zu Ihrer Gruppe hinzustoßen möchte, die Treffen vorstellen?

Wir reden miteinander, tauschen uns aus und planen zusammen Themen, die uns bewegen. Außerdem organisieren wir gemeinsame Aktivitäten.


Welche Themen liegen den Betroffenen besonders am Herzen?

Die Themen sind vielfältig – eine große Rolle spielt die Ernährung, aber auch über ärztliche Studien wird gesprochen. Insgesamt geht es vor allem um Anteilnahme, Zuhören und Hilfestellungen. Außerdem sind viele Betroffene an gemeinsamen Aktivitäten wie Filme ansehen interessiert. 


Treffen:
Wir treffen und immer am letzten Dienstag im Monat in der St. Josefsklinik des Ortenau Klinikums in Offenburg, Weingartenstraße 70, im Konferenzraum von 19 bis 21 Uhr. 


Kontakt

Selbsthilfegruppe Bauchspeicheldrüsenkrebs
Regina Hog
Tel. +49 (160) 887 8571
E-Mail: r.hog@logocos.de